Die Lektorin hat bei dieser interessanten Reportage das Korrektorat übernommen.

Ziemowit Szczerek
Lemberg. Eine Vorstellung
Aus dem Polnischen von Thomas Weiler
Essay/Reportage
Voland & Quist
256 Seiten, Hardcover, 24 €
ISBN: 978-3-863914-98-1
Lemberg, Lwiw, Lwów – eine Stadt wie ein Zauberwürfel. Ukrainisch, polnisch, galizisch, österreichisch, jüdisch, europäisch, postsowjetisch – ihre Farben wechseln mit jeder Drehung. Wer sie ordnen will, hält am Ende ein schillerndes, widersprüchliches Bild in der Hand. Denn diese Stadt erfindet sich immer wieder neu.
Für Ziemowit Szczerek ist Lwiw seine Stadt. Seit Jahren kehrt er hierher zurück, kennt ihre Geschichte und ihre Schmerzpunkte, ihre Mythen und Masken. Er liest mit Joseph Roth, Stanisław Lem und Juri Andruchowytsch gegen den Galizien-Mythos an, spricht mit Bürgermeistern, Künstlern, Nationalisten, Hipstern, Rentnern und Kriegsflüchtlingen und streift durch Friedhöfe, Außenbezirke und Disney-Kneipen.
Im unverkennbaren Szczerek-Sound entsteht ein vielstimmiges Porträt zwischen Reportage und Essay: eine literarische Expedition in eine Stadt im Dauerzustand der Verwandlung – zerrissen, lebendig, europäisch.
Ziemowit Szczerek (*1978) ist streitbarer Intellektueller und Journalist. Der Ukraine-Kenner ist fasziniert vom Osten Europas sowie von „geo-politischen, geschichtlichen und kulturellen Kuriositäten“, wie er selbst sagt. Für „Mordor kommt und frisst uns auf“ (Voland & Quist 2017) erhielt er den Paszport-Preis der „Polityka“ und war für den Nike-Literaturpreis, die wichtigste literarische Auszeichnung Polens, sowie den Internationalen Literaturpreis des HKW Berlin nominiert. 2019 erschien bei Voland & Quist sein Roman „Sieben. Das Buch der polnischen Dämonen“.