Marcus Imbsweiler, Fjørdmusik

Diesen schönen Sommerroman durfte die Lektorin für den Conte Verlag Korrektur lesen:

Marcus Imbsweiler
Fjørdmusik
Ein Sommer in Norwegen
Roman
426 Seiten, 22,00 €
ISBN: 978-3-95602-134-3

Unverhofft erhält der eher mittelmäßige Bratschist Ole die Gelegenheit, mit dem Universitätsorchester nach Norwegen zu fahren. Akuter Geigenmangel ist ein Anlass; noch dringender aber werden Freiwillige für das Fußballspiel gegen die Norweger gesucht.

Für Ole wiederum gibt es einen konkreten Grund, seine sportlichen und musikalischen Defizite zu verheimlichen, und dieser Grund hat einen Namen: Ann. Aber auch der Paukist des Orchesters interessiert dich für die Geigerin.

Auf ihrer Reise ins Land der Mitternachtssonne erleben die jungen Musiker weit mehr als musikalische Tief- und Höhenflüge. Sie begegnen herzlichen Menschen und eigenwilligen Tieren, feiern ihr Jugend und entfesseln die unvergleichliche Kraft der Musik.

Marcus Imbsweiler, gebürtiger Saarländer, lebt in Heidelberg. Er studierte in Tübingen, München und Heidelberg Philosophie, Geschichte, Musikwissenschaft und Germanistik. Heute arbeitet er als freier Autor und Musikredakteur. Er hat zahlreiche Romane, Krimis und Kurzgeschichten veröffentlicht.

Wei Zhang, Eine Mango für Mao

Den wundervollen Roman „Eine Mango für Mao“ hat die Lektorin für den Salis Verlag lektoriert.

Die Publizistin und Dozentin Wei Zhang lebt seit 1990 in der Schweiz und hat ihren ersten Roman über das China während der Kulturrevolution auf Deutsch geschrieben. Dies und die konsequente Einhaltung der kindlichen Erzählperspektive stellten die besonderen Herausforderung bei der Arbeit am Text dar.

Wei Zhang
Eine Mango für Mao
Roman
gebunden
288 Seiten, 23,00 €
ISBN: 978-3-906195-67-4

China 1968. Kulturrevolution. Das Leben ist geprägt von materiellem Mangel und extremer Politisierung. Durch den zunächst naiv wirkenden Blick der fünfjährigen Yingying demaskiert die Autorin die Absurdität des Alltagsgeschehens. Wei Zhang gelingt mit »Eine Mango für Mao« eine zeitlose, kritische und persönliche Betrachtung von Zwischenmenschlichem in Diktaturen.

Yingying ist acht, als sie verstehen muss, dass selbst ein Konto mit einem verschwindend geringen Kindersparbetrag als Hochverrat gelten kann: Als das Pfahlhaus ihrer Großmutter Nainai enteignet wird, versucht sie, ihr Geld abzuheben – aber setzt sie damit nicht ein Signal, das ihrer Familie schadet? Privateigentum ist schließlich verboten!

Das Mädchen lebt mit ihren Eltern in einer kleinen Wohnung auf dem Areal ihrer Schule. Hier spielt sich ihr ganzes Leben ab: rivalisierende Cliquen in der Nachbarschaft, regimekritische Lehrer, der Tod des Onkels, die Mango als Kultobjekt und eine erste Liebe. Yingyings unbefangener Blick auf den Alltag in einer Diktatur entlarvt deren Absurdität. Ein großer Roman über die Menschlichkeit in totalitären Systemen.

Wei Zhang wurde während der Kulturrevolution in Chongqing, VR China, geboren. Sie studierte dort Anglistik. Seit 1990 lebt sie in der Schweiz. 2007 erschien ihr Buch »Zwischen den Stühlen: Geschichten von Chinesinnen und Chinesen in der Schweiz« im Verlag NZZ Libro. »Eine Mango für Mao« ist ihr erster Roman. Sie schreibt für das Feuilleton der NZZ, arbeitet daneben als Hochschuldozentin und gibt Kurse zu interkulturellen Themen.

Nora Gomringer/Martin Beyer (Hg.), #poesie

Wer die Lektorin kennt, weiß, dass sie so ihre Probleme mit Lyrik hat. Umso mehr Freude hatte sie beim Korrekturlesen dieser Lyrik-Anthologie für Voland & Quist Korrektur. So eine hat nämlich gefehlt – ihr zumindest …

Nora Gomringer/Martin Beyer (Hg.)
#poesie
Anthologie
mit Illustrationen von Reimar Limmer
Klappenbroschur
128 Seiten, 20,00 €
978-3-863911-97-3

Anstrengend und schwierig zu erschließen? Von wegen! Die Anthologie »#poesie« unternimmt etwas gegen den schlechten Ruf der Lyrik. Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer und Autor Martin Beyer vereinen aufregende Stimmen der deutschen Gegenwartslyrik in einem Band. Dazu gehören bekannte Dichter, Slammer, Songwriter und Rapper. Die poetischen Texte schlagen eine Brücke zur Geschichte der Lyrik und den Texten des Schulkanons. Die Lyrik soll als nützliches »Ding« gegen die Schrecknisse der Welt, als Bereicherung des Geistes, als »transportables« Literaturgut ins Zentrum der Wahrnehmung rücken. Vorbilder sind Erich Kästners »Lyrische Hausapotheke« und Enzensbergers »Museum der modernen Poesie«.

Mit wunderschönen Illustrationen von Reimar Limmer.

Mit Texten von: Ernst Jandl, Thomas Bernhard, Peter Fox, Heinz Erhardt, Advanced Chemistry, Thomas Kunst, Rödelheim Hartreim Projekt, Thomas Brasch, Deichkind, Ilma Rakusa, Ulrike Almut Sandig, Ron Winkler, Bas Böttcher u. v. a.

Martin Beyer ist promovierter Germanist und arbeitet als Schriftsteller und Dozent für Storytelling und Kreatives Schreiben in Bamberg. 2009 erschien im Klett-Cotta Verlag sein Roman »Alle Wasser laufen ins Meer«, 2013 der Erzählband »Mörderballaden« bei asphalt & anders, für den er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde.

Nora Gomringer hat sieben Lyrikbände vorgelegt und schreibt für Rundfunk und Feuilleton. Zuletzt veröffentlichte sie den Band »Mein Gedicht fragt nicht lange reloaded« (Voland & Quist 2015) sowie »Morbus« (2015). »Sag doch mal was zur Nacht« (2006) und »Klimaforschung« (2008) wurden ins Schwedische bzw. Französische übersetzt. Für Goethe Institut und Pro Helvetia reist sie um die (Literatur-)Welt. Sie war Poetikdozentin an den Universitäten Koblenz-Landau, Sheffield und Kiel. Sie ist Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Lyrik 2015 (DVA). Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen sowie Aufenthaltsstipendien in Venedig, New York, Berlin, Ahrenshoop, Krems und Novosibirsk wurde ihr 2011 der Jacob-Grimm-Preis als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache und 2012 der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik zuerkannt. 2015 erhielt sie den Weilheimer Literaturpreis und im Juli den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nora Gomringer lebt in Bamberg, wo sie seit 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia leitet.