Leipziger Buchmesse 2019

Nicht nur die von der Lektorin bearbeiteten Bücher werden in diesem Jahr wieder vom 21. bis zum 24. März auf der Leipziger Buchmesse präsentiert, auch die Lektorin selbst wird dort an allen Tagen zu finden sein.

Die Lektorin wird ohne feste Standzuordnung zwischen ihren Terminen durch die Hallen streifen – vor allem durch Halle 5. Wer sie treffen und sich dabei nicht auf sein*ihr Glück verlassen möchte, möge sich am besten im Vorfeld bei ihr melden.

Die Bücher aus den aktuellen Frühjahrsprogrammen, an denen die Lektorin mitgewirkt hat, laufen natürlich nicht durch die Hallen, sondern stehen in diesem Jahr an folgenden Messeständen:

  • DuMont Reiseverlag: Halle 3, F101
  • Mitteldeutscher Verlag: Halle 5, G301
  • Salis Verlag: Halle 5, H301
  • Secession Verlag: Halle 5, H235
  • Voland & Quist: Halle 5, G114

Inzwischen haben sich bei der Lektorin gewisse Rituale eingebürgert, was den Besuch von Abendveranstaltungen angeht. So wird sie am Donnerstagabend bei der L3 – der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei und am Freitag erst bei der UV – der Lesung der unabhängigen Verlage im Lindenfels Westflügel und anschließend auf der Party der Jungen Verlage im Institut für Zukunft den Lesungen lauschen und vielleicht sogar tanzen.

Außerdem seien wirklich jedem*jeder die Veranstaltungen von #verlagegegenrechts empfohlen, die von der Lektorin unterstützt werden. Eine laufend aktualisierte Veranstaltungsliste findet sich hier.

Benedikt Feiten, So oder so ist das Leben

Auch bei diesem Roman hat die Lektorin für Voland & Quist das Korrektorat übernommen.

Benedikt Feiten
So oder so ist das Leben
Roman
gebunden
288 Seiten, 22 €
ISBN 978-3-86391-222-2

Der große Anton Lobmeier raucht eigentlich nur noch aus einem Grund. Er raucht, damit er weiß, was er als Nächstes tut. Wenn sich seine Freundin von ihm getrennt hat. Wenn sein Vater anruft, um ihm zu sagen, dass seine Mutter gestorben ist. Wenn die Polizei ihm mitteilt, dass seine beste Freundin verschwunden ist. Er raucht, damit er dann nicht verloren ist. Er zündet die krumme Zigarette an. Er zieht und inhaliert tief. Anton Lobmeier weiß, was er tut, wenn seine Welt Risse bekommt.

Benedikt Feiten wurde 1982 in Berlin geboren und lebt in München. Er ist mit dem Literaturstipendium der Stadt München ausgezeichnet worden. Nach dem Studium der Amerikanischen Literatur hat er seine Doktorarbeit über Musik in den Filmen von Jim Jarmusch geschrieben und an der Ludwig-Maximilians-Universität unterrichtet. Neben seiner Arbeit als Kulturjournalist und Redakteur ist er Trompeter und Cellist bei der Band »my boys don‘t cry«.

Tereza Semotamová, Im Schrank

Die Leipziger Buchmesse mit dem diesjährigen Gastland Tschechien naht. Mit ihr trudeln die letzten Belegexemplare bei der Lektorin ein. Diesen Roman hat die Lektorin für Voland & Quist Korrektur gelesen.

Tereza Semotamová
Im Schrank
(OT: Ve skříni)
Roman
Aus dem Tschechischen von Martina Lisa
gebunden
288 Seiten, 22,00 €
ISBN 978-3-86391-224-6

Eine junge Frau zieht in einen Schrank. Ausgedient und knarzig steht er in einem Prager Hinterhof, der Winter naht. Es ist ihr Raum. Und es ist der radikale Entschluss, sich allen Zwängen und auch aller Geborgenheit zu entziehen, das Resultat zu vieler missglückter Anpassungsversuche. Wir lesen von Brüchen und Ausbrüchen, von toxischen Lieben und merkwürdigen Therapiesitzungen.
Feinsinnig und mit viel Humor erzählt Tereza Semotamová von der absurden Suche nach dem eigenen Weg in einer Welt, in der niemand mehr genau weiß, wo es eigentlich langgeht.

Tereza Semotamová (geb. 1983) ist Autorin, Publizistin, Übersetzerin. Sie studierte Germanistik und Drehbuch, schreibt Hörspiele, Features und Kolumnen, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Tschechische, unterrichtet und arbeitet für die deutsch-tschechische Plattform já-du. Der Roman „Leben im Schrank“ ist ihr erster eigener Roman, Auszüge wurden in der Anthologie „Die letzte Metro“ (Voland & Quist 2017) erstmals auf Deutsch publiziert.

Louis Bertrand, Nummer 85250

Für die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt hat die Lektorin das Übersetzungslektorat aus dem Französischen dieses Zeitzeugenberichts aus dem Konzentrationslager Buchenwald – Außenkommando Langenstein-Zwieberge übernommen. Es war ihr eine Ehre!

Das Buch ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen.

Louis Bertrand
Nummer 85250
Konzentrationslager Buchenwald – Außenkommando Langenstein-Zwieberge
Erinnerungen / Témoignage
Schriftenreihe Biographien, Erinnerungen, Lebenszeugnisse, Band 6
(dt./frz.)
Aus dem Französischen von Winnie Bennedsen
328 Seiten, 16,00 €
ISBN 978-3-96311-097-9

Louis Bertrand (1923–2013) ist während der deutschen Besatzung Frankreichs Mitglied der geheimen Pfadfinderschaft in Belfort, die in Verbindung zur Résistance steht. 1944 wird er festgenommen und in das KZ Buchenwald verbracht, ab September 1944 ist er bis zu seiner Befreiung im Außenlager Langenstein inhaftiert. In seinen 2005 in Frankreich erschienen Erinnerungen schildert er die damaligen Ereignisse. Erstmals liegt nun sein aufrüttelnder Bericht in deutscher Übersetzung vor.