Olga Miler/Daniel Müller, Rich, Richer … Me!

Die Lektorin hasst es, sich mit Finanzdingen zu beschäftigen, obwohl sie weiß, dass es sinnvoll wäre, dort mehr Energie reinzustecken.
Das Lektorat dieses Schweizer Finanzratgebers, der als Einstieg in die Thematik mit einigen ganz kleinen Abstrichen auch für Deutschland geeignet ist, hat sie veranlasst, dann doch das eine oder andere endlich anzugehen …

Foto des Buches, auf dessen Cover eine Zeichnung zu sehen ist: eine tanzende Frau mit einem Regenschirm, in dem Währungssymbole für Schweizer Franken zu sehen sind, neben ihr ein ebenfalls tanzender Mann, der einen großen Dollarschein über seinem Kopf hält. Um die beiden Figuren herum andere Menschen, die u. a. Zeitung lesen oder auf ihre Smartphones gucken. Neben dem Buch steht ein schwarzes Sparschwein, in dem Euro-Scheine stecken, vor dem Buch liegen einige Euro- und Cent-Münzen.

Olga Miler/Daniel Müller
Rich, Richer … Me!
Sachbuch/Ratgeber
Beobachter-Edition
252 Seiten, Hardcover, 35 €
ISBN 978-3-03875-517-3

Dein Geld liegt auf einem Sparkonto, bei ETF verstehst du nur Bahnhof, und Krypto ist was für Angebertypen? Nur 27 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen schätzen ihr Finanzwissen als gut ein, dabei gibt es Finanzbücher wie Sand am Meer. Meist sind diese sehr theoretisch und mit abstrakten Charts versehen. »Rich, Richer … Me!« ist anders: Der praxisorientierte Ratgeber vermittelt das notwendige und unverzichtbare Basiswissen rund um Geld auf zugängliche und humoristische Art. Geschrieben von Olga Miler, einer der erfolgreichsten unabhängigen Finanzexpertinnen der Schweiz, und angereichert mit pointierten Illustrationen von Daniel Müller.

Olga Miler ist Unternehmerin mit eigener unabhängiger Finanzbildungsplattform SmartPurse, mehrfach ausgezeichnete Innovationsexpertin in der Finanzindustrie und LinkedIn Top Voice Finance. Sie ist Mitbegründerin und Kolumnistin des schweizweiten Blogs »MoneyTalks« bei »watson«, der über 1,2 Millionen aktive Leserinnen und Leser erreicht.

Daniel Müller – alias Illumüller – wurde 1964 in Baden geboren, studierte an der Kunstgewerbeschule Luzern und an der Schule für Gestaltung Zürich. Er lebt und arbeitet als freier Illustrator in Zürich; renommierte Verlage und Medienhäuser gehören zu seinen Kunden.

Georg Seeßlen, Chatbots, KI-Bildgeneratoren und Co.

Und manchmal macht die Lektorin inhaltlich etwas ganz anderes – zum Beispiel liest sie Bücher über Künstliche Intelligenz Korrektur.

Foto des Buches, auf dessen Cover eine KI-generierte Ansicht vielleicht einer Stadt von oben, vielleicht von »Datenautobahnen« zu sehen ist. Das Cover wirkt futuristisch und knallig. Das Buch liegt auf hellgrauem Untergrund.

Georg Seeßlen
Chatbots, KI-Bildgeneratoren und Co.
Wie Künstliche Intelligenz Alltag, Kultur und Gesellschaft verändert
Sachbuch
Bertz + Fischer
328 Seiten, 70 Fotos
Paperback, 22 €
ISBN: 978-3-86505-777-8

Spätestens seit Chatbots wie ChatGPT und Bildgeneratoren wie Midjourney oder DALL-E die ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz eindrucksvoll demonstrieren, ist die »KI-Revolution« (Der Spiegel) in aller Munde. Die KI-Zukunft hat indes längst begonnen. Umstritten ist allerdings die Frage, ob die weitere Entwicklung von KI-Systemen eher die Rettung der Welt einleiten oder ob »eine möglicherweise entstehende Superintelligenz die Menschheit vernichten wird« (Die Zeit) – aber alle sind sich einig: Künstliche Intelligenz ist die bedeutendste Technologie unserer Zeit, und sie wird unsere Zukunft bestimmen.

Georg Seeßlen zeigt in diesem Buch, dass sich durch den Einsatz sehr verschiedener Formen von KI alle Lebensbereiche – von alltäglichen Erledigungen und Kommunikationsroutinen bis zur Weltpolitik und zu philosophischen Grundfragen – fundamental verändern werden. Und er führt uns vor Augen, wie Künstliche Intelligenz Gesellschaft, Politik, Alltag und Wirtschaft, Sprache, Pop und Kultur schon jetzt durchdringt, wie sie immer mehr Teil sowohl unserer Praxis als auch unserer kollektiven Fantasie wird. Georg Seeßlens Buch ist eine Kritik der KI-Welt, in der wir mittlerweile schon leben, und es ist eine Kritik der Pläne und Aussichten, der Triumphe und der Katastrophen, die damit verbunden sind. Es ist aber auch eine Aufforderung, sich die neuen Technologien als Baustein für die Utopie einer anderen Gesellschaftsordnung anzueignen. Wenn wir es schaffen, unsere Welt zu verbessern, dann wird KI ein Teil dieser Verbesserung sein; wenn wir es schaffen, unsere Welt weiter zu ruinieren, dann wird KI auch daran Anteil haben.

Georg Seeßlen, geboren 1948, Publizist. Texte über Film, Kultur und Politik unter anderem für »Die Zeit«, »der Freitag«, »Der Spiegel«, »taz«, »konkret«, »Jungle World«, »epd Film«. Zahlreiche Bücher zu Film, populärer Kultur und Politik.

… und immer eine Prise Anarchie. Manfred Stelzer und seine Filme

Manfred Stelzer hat über 100 Filme gedreht – und dennoch dürfte sein Name nur den wenigsten etwas sagen, denn nach seinem Anfang als Dokumentarfilmer hat er in erster Linie Fernsehfilme gemacht. Und einige davon hat man dann doch gesehen …

Die Lektorin hat die deutschen Texte dieser umfassenden Rückschau auf sein Leben und seine Filme Korrektur gelesen und ist dabei vielen »Bekannten« begegnet.

Foto des Buches, auf dessen rotem Cover ein Foto von Manfred Stelzer zu sehen ist. Er ist im Halbprofil abgebildet und gestikuliert. Das Buch liegt auf dem soppelseitigen Fernsehprogramm der Süddeutschen Zeitung.

Beatrice E. Stammer, Jan Gympel (Hg.)
… und immer eine Prise Anarchie. Manfred Stelzer und seine Filme
… and always a Touch of Anarchy. Manfred Stelzer and his Films
(dt./engl.)
Büchner-Verlag
336 Seiten, 35 €
ISBN 978-3-96317-362-2

Hausbesetzer und Schwarzfahrer, Superstaus und Chinesen in Bayern, Krimis ohne Tote und immer wieder skurrile Komödien: Das Filmschaffen von Manfred Stelzer (1944–2020) ist so umfangreich wie vielseitig und zeigt, wie es einem politisch engagierten Dokumentarfilmer der bewegten Siebzigerjahre gelang, sich und seinen Ansprüchen auch als vielbeschäftigter Spielfilmregisseur beim Fernsehen – ob »Balko«, der »Tatort« aus Münster oder der »Polizeiruf 110« aus Mecklenburg-Vorpommern – treu zu bleiben.

Dieses erste umfassende Buch über den Regisseur und Drehbuchautor und seine einhundert Filme aus über vier Jahrzehnten vereint Bilder und Texte aus seiner großen Filmfamilie sowie aus filmwissenschaftlicher Perspektive.

Mit Beiträgen von Susanne Beyeler, Kurt Böwe, Jennifer Borrmann, Gerd Conradt, Matthias Dell, Andreas Döhler, Doris Dörrie, Harun Farocki, Robert Fischer, Jan Gympel, Doja Hacker, Gabriele Heberling, Irm Hermann, Lutz Kerschowski, Horst Königstein, Gert C. Möbius, Jakobine Motz, Ludger Pistor, Axel Prahl, Hans Helmut Prinzler, Monika Schmid, Elke Sommer, Beatrice E. Stammer, Gesine Strempel, Sigi Zimmerschied u. v. a.
Mit Grußworten von Claudia Roth und Dr. Klaus Lederer.

Alhierd Bacharevič, Europas Hunde

Das erste Belegexemplar dieses Frühjahrs ist ein besonders dickes – und für die Experimentierfreudigen bietet es die Möglichkeit, eine neue Sprache zu lernen. Die Lektorin hat das Korrektorat übernommen.

Foto des Buches »Europas Hunde« von Alhierd Bacharevič. Das Cover des Buches ist schwarz mit grüner Schrift. Zwischen den Buchstaben des Titels hängt ein Maulkorb. Neben dem Buch liegt ein kleines schwarzes Heft mit weißer Schrift, auf dem zu lesen ist: Balbuta. Grammatik und Wörterbuch. Variante Kaštanka. Herausgegeben von Natalie von Steinfresser. Beides – Buch und Heft liegen – auf hellgrünem irisierendem Stoff, von oben ragt eine gefüllte gelbe Tulpe ins Bild.

Alhierd Bacharevič
Europas Hunde
Dt. v. Thomas Weiler
Roman
Voland & Quist
Hardcover
744 Seiten, 36 €
ISBN: 978-3-86391-315-1

Verschrobene Gestalten bevölkern diesen »totalen Roman«, der in Belarus inzwischen verboten ist: Da ist Maučun, der Junge, der davon träumt, mit seiner geliebten Gans gen Westen zu fliegen, bis ihm eine junge Spionin vom Himmel vor die Füße fällt. Der Tote im Berliner Rosengarten, dessen rätselhafte Spuren den Ermittler Teresius Skima durch ein Netzwerk von Buchhandlungen in ganz Europa zu einem abgeschotteten Superstaat führen. Oder Oleg Olegowitsch, ein Misanthrop aus Minsk, der den Sprachen abgeschworen hat und eine neue erfindet: Balbuta. Seine geheime Liebste, die er hegt und pflegt.

Sie alle graben, schürfen tief und träumen sich zugleich federleicht, entdecken Geschwister im Geiste, fallen aus der Zeit, überwinden Grenzen. Aber immer lauter bellen die Kettenhunde – in Berlin, Prag, Paris, Vilnius, Minsk …

Alhierd Bacharevičs großer europäischer Vorabend-Roman erspürte schon 2017, was uns hier erst allmählich zu dämmern beginnt.

Alhierd Bacharevič, 1975 in Minsk geboren, wurde in Belarus mit mehreren Literaturpreisen (u. a. Buch des Jahres) ausgezeichnet. Er hat mehrere Romane und Essaysammlungen publiziert, seine Bücher sind ins Deutsche, Englische, Russische und weitere Sprachen übersetzt. Im Dezember 2020 erhielt der Autor das Literaturstipendium »Writer in Exile« der Stadt Graz und wohnte dort. Aktuell lebt er in Hamburg. Zuletzt erschienen: »Das letzte Buch von Herrn A.« (edition.fotoTAPETA, 2023).

Thomas Weiler wurde 1978 im Schwarzwald geboren. Seit seinem Übersetzerstudium in Leipzig, Berlin und St. Petersburg übersetzt und vermittelt er Belletristik und Kinderliteratur aus dem Polnischen, Russischen und Belarussischen. 2017 erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis, 2019 wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis geehrt. Übersetzungsjournal von Thomas Weiler mit vielen interessanten Notizen auch zu diesem Buch: www.fussnoten.eu.