Andreas Schneider, Kreta

Fernweh? So ging es der Lektorin, als sie im Januar diesen Kreta-Reiseführer für den DuMont Reiseverlag Korrektur gelesen hat.

Andreas Schneider
Kreta
DuMont Reise-Taschenbuch
Softcover
304 Seiten, 18,90 €
ISBN 978-3-616-02047-1

Sagen- und geheimnisumwoben sind die Anfänge der Mittelmeerinsel Kreta bis heute: Vor 5000 Jahren entfalteten hier die Minoer die erste Hochkultur auf europäischem Boden. Die Paläste von Knossós, Festós, Mália und Káto Zákros versetzen Reisende in eine andere Zeit. Doch vor allem Sonne und Wärme, Badefreuden und wilde Naturszenerien locken die Besucher heute. Im Binnenland faszinieren romantische Olivenhaine, raue Gebirgsszenarien und wilde Schluchten, allen voran die berühmte Samariá-Schlucht. Zuverlässig und anregend informiert das kompakte DuMont Reise-Taschenbuch, egal ob es um Wanderungen durch Kretas Gebirge oder um die Besichtigung der Dörfer, Städte und imposanten Kulturdenkmäler geht.

Dazu gehören natürlich ebenfalls Unterkünfte von familiären Hotels bis zu luxuriösen Resorts, Restaurants von urigen Tavernen bis zu Tempeln kretischer Spitzenkochkunst sowie Shopping-Adressen und Anlaufstellen für sportlich Aktive.

14 Citypläne und Detailkarten: sämtliche Adressen sind darin anhand eines farbigen Nummernsystems verortet; plus: Extra-Reisekarte zum Herausnehmen.

26 x Bauhaus

100 Jahre Bauhaus: das Bauhaus im französischen Kontext

Zum Jubliäum des Bauhauses 2019 findet auf Initiative des Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland eine Wanderausstellung rund um das Erbe dieser Kunstbewegung und dessen Verbindungen zu Frankreich und zur Gegenwartskunst statt.

Die Broschüre vor „The Grand Grand Kin-der-Kids of Bauhaus“ von Jakob Hinrichs (2019)

Die Lektorin hat den deutschen Text der Begleitbroschüre für das Institut français lektoriert.

Unter dem Titel „26 x Bauhaus“ präsentiert die Ausstellung eine internationale Auswahl an Künstler*innen, die das Bauhaus anhand von 26 Schlüsselwörtern nicht nur als Stil, sondern als das, was es zunächst war, nämlich als Schule zu begreifen versucht. Basierend auf einem Alphabet – von Abstraktion bis Zeitgeist, über Farbe oder Typografie – wird die Ausstellung dazu beitragen, die Unterrichtsmethoden der Schule zu veranschaulichen und neu zu beleuchten. Die eingeladenen Künstler*innen ergänzen das Thema dabei um eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Marjolaine Lévy und Thibaut de Ruyter.

Die KünstlerInnen: 
Michel Aubry (Paris), Karina Bisch (Paris), Barbara Breitenfellner (Berlin), Cécile Dupaquier (Berlin), Stéphane Dupont (Paris), Jakob Hinrichs (Berlin), Rainier Lericolais (Paris), MϊrkaLugosi (Clamart), Matthieu Martin (Berlin), Mathieu Mercier (Paris), Présence Panchounette (Bordeaux), Evariste Richer (Paris), Bojan Šarčević (Paris/Basel), Yann Sérandour (Rennes), Heidi Specker (Berlin), Katrin Ströbel (Marseille), Emmanuel Van der Meulen (Paris) und Elsa Werth (Paris).

Die erste Etappe der Wanderausstellung findet im Institut français Berlin statt (12. April – 8. Mai). Anschließend wird sie in den Instituts français in Bremen, München, Mainz, Bonn und Frankfurt am Main zu sehen sein.

Ashley Curtis, Hexeneinmaleins

Über Weihnachten hat die Lektorin im Auftrag der Agentur Torat für den Züricher Kommode Verlag diesen sehr unterhaltsamen Shakespeare-Krimi Korrektur gelesen – zwei Krimis in einem: Wer war der Mörder? Wer schrieb Shakespeares Werke?

Ashley Curtis
Hexeneinmaleins
Krimi
Aus dem Englischen von Silvia Morawetz
Broschur, fadengeheftet
448 Seiten, 22,00 €
ISBN 978-3-9524626-5-2
Erscheint im Mai 2019

Stratford-upon-Avon, 2006: Während einer Aufführung von „Macbeth“ im Swan Theater stirbt der prominente Shakespeare-Experte Professor Adrian Thompson. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen natürlichen Tod zu handeln – Thompson ist ein alter, nicht sehr gesunder Mann, der bereits einen Schlaganfall erlitten hatte. Doch es gibt Indizien, die auf einen Mord hinweisen: Sein Hotelzimmer wurde am selben Abend durchwühlt und der angekündigte Vortrag, in dem er belegen wollte, dass Shakespeare und nicht de Vere, 17. Earl von Oxford, der wahre Urheber seiner Werke war, ist verschwunden. Das macht alle Verfechter der Oxford-Theorie zu Verdächtigen.
Kriminalkommissar Ian Stokes wird mit dem Fall betreut, den er nie haben wollte und der ihn exakt in das Umfeld wirft, vor dem er in der Vergangenheit geflohen war. Widerwillig bittet er seine Mutter, Professorin an der Universität Oxford, ihn beim Aufdecken von Thompsons Geheimnis zu unterstützen. Ihre zeitgleich laufenden strafrechtlichen und akademischen Untersuchungen führen unabhängig voneinander zu demselben Täter.
„Hexeneinmaleins“ ist ein literarischer Krimi, der die Kontroverse um Shakespeare und de Vere und die historischen Fakten, von welchen der Fall abzuhängen scheint, nachvollziehbar in die Fallermittlung einfließen lässt.

Ashley Curtis ist der Autor von „Irrtum und Verlust – Ein Plädoyer für das Staunen“ (Kommode Verlag, 2017), „‚O Switzerland!‘: Reiseberichte von 57 v. Chr. bis heute“ (Bergli Books, 2018) und „Warum haben die Schweizer so grossartigen Sex? 66 überraschende Fragen mit Antworten ‚Made in Switzerland‘“ (Bergli Books, 2018). Er lebt im Val d’Hérens in der Schweiz, wo er als Schriftsteller, Lektor und Übersetzer tätig ist.

Renato Cisneros, Die Entfernung, die uns trennt

Auch für diesen Roman über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung aus dem Secession Verlag hat die Lektorin das Korrektorat übernommen.

Renato Cisneros
Die Entfernung, die uns trennt
(OT: La distanzia que nos separa)
Roman
Aus dem peruanischen Spanisch übersetzt von Steven Uhly
Gebunden ohne Schutzumschlag
384 Seiten, 24,00 €
ISBN 978-3-906910-55-0

Als Sohn eines der wichtigsten Generäle der peruanischen Militärdiktatur, des Generalobersts Luis Federico Cisneros, genannt El Gaucho, hatte Renato Cisneros Einblick in die Vorgänge hinter den Kulissen, die uns Europäern praktisch unbekannt sind. Doch der berüchtigte El Gaucho hütete noch ein ganz anderes, schmerzhaftes Geheimnis: die große, ihm verwehrte Liebe seiner Jugend.

Renato Cisneros erzählt von der Suche nach diesem Geheimnis seines Vaters. Sie offenbart, wie der Konflikt zwischen Leidenschaft und Konvention Menschen über Generationen hinweg formt, deformiert und wiederkehrende Muster erzeugt. Jahrelange Recherchen fließen hier zusammen zu einem Fresko, das in gleicher Weise persönlich, historisch und universal ist.

So spiegelt der Roman auch den Wandel, den Südamerika durchläuft: eine quälende, aber auch befreiende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Quälend, da El Gaucho seinen Freunden Jorge Videla und Augusto Pinochet in nichts nachstand. Befreiend, da die Entdeckung des Dramas, das diesen gefürchteten Mann ein Leben lang verfolgte, dem Sohn die Liebe zum eigenen Vater rettet. Als eine Anatomie des Bösen wird das Buch selbst zum Dokument einer Befreiung auch für seine Leser, weil es Mitgefühl mit jenen weckt, die selbst keines zu empfinden vermögen.

Renato Cisneros, 1976 in Lima geboren, studierte Kommunikationswissenschaften an der dortigen Universität sowie Journalismus an der Universität von Miami. Er schreibt regelmäßig Kolumnen für peruanische Zeitungen, arbeitet fürs Radio und das Fernsehen. 1999 veröffentlichte er einen Gedichtband, bevor er 2010 mit Nunca confíes en mí seinen ersten von inzwischen vier Romanen vorlegte. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Madrid lebt Renato Cisneros gegenwärtig wieder in Lima.