Reinhold Messner, Gobi. Die Wüste in mir

Die Lektorin freut sich sehr über ihre erste Zusammenarbeit mir dem DuMont Reiseverlag, für den sie das Korrektorat dieses Buch übernommen hat. Am heißesten Wochenende des Sommers hat sie auf diese Weise an der Seite von Reinhold Messner die Wüste Gobi durchquert …

Reinhold Messner
Gobi. Die Wüste in mir
Reisebericht
Klappenbroschur
272 Seiten, 14,99 €
ISBN 978-3-770182-9-47

„Gobi“ ist Reinhold Messners Versuch, sich selbst in der Welt zu erkennen und zu verstehen – und sein wohl persönlichstes Buch. Mit 60 Jahren wagt die Bergsteigerlegende einen letzten großen Grenzgang zwischen Leben und Tod. Einem alten Traum folgend, will er die Längsdurchquerung der Wüste Gobi versuchen, auf seine Weise: allein, völlig auf sich gestellt und ohne jede logistische Unterstützung. Seine 2.000 Kilometer lange Wanderung durch die Westgobi und über das Altai-Gebirge wird für ihn zu einer nie dagewesenen Grenzerfahrung, physisch und psychisch, und zu einem Akt der Selbstbestimmung mit ungewissem Ausgang.

Das Buch ist eine Neuausgabe zu Reinhold Messners 75. Geburtstag im Jahr 2019; es wurde mit einem neuen Vorwort versehen.

Reinhold Messner, Grenzgänger, Autor und Bergbauer, gelangen zahlreiche Erstbegehungen und die Besteigung aller 14 Achttausender sowie die Durchquerung Grönlands und der Antarktis zu Fuß. Seine Buchveröffentlichungen wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Heute widmet er sich vor allem seinem Projekt Messner Mountain Museum (MMM) sowie Filmproduktionen. Zuletzt erschien seine Autobiografie „Über Leben“.

Artur K. Vogel, Uranus in der Jungfrau

Dieses Buch ist quasi noch druckwarm auf der Frankfurter Buchmesse eingetroffen, und die Lektorin hat sich sofort ihr Belegexemplar geschnappt. Sie hat den Roman für den Salis Verlag lektoriert.

Artur K. Vogel
Uranus in der Jungfrau
Roman
gebunden
192 Seiten, 24,00 €
ISBN 978-3-906195-74-2

Nora Ursprung lebt auf dem dünnen Eis einer polierten, kleinbürgerlichen Oberfläche. Ihre Ehe ist im besten Fall unaufgeregt, ihre Tochter bereits erwachsen, das Trauma, das sie seit der Kindheit mitträgt, bleibt meist im Verborgenen. Doch dann kündigt ihr Ehemann Richard seine Stelle und bricht zu einer ungewissen, wenig erfolgversprechenden Karriere als Schriftsteller auf. Und Nora lernt im Urlaub in Havanna die Ärztin Elena kennen, die sie dazu bewegt, ihr Innerstes nach außen zu kehren. Nach und nach fängt sie an, zu reden und sich mit ihrer brutalen Kindheit und ihrem Doppelleben als junge Erwachsene auseinanderzusetzen. Nora beginnt zu verstehen, dass das Leben danach nicht mehr in den gewohnten Bahnen möglich sein wird.

Artur K. Vogels neuer Roman »Uranus in der Jungfrau« ist aus der Sicht von Nora erzählt. Er verwebt er die tragische Geschichte der Erzählerin mit den erdachten Romanen von Richard.

Artur Kilian Vogel, geboren 1953 in Luzern, arbeitet seit mehr als 40 Jahren als Journalist und Buchautor. Unter anderem lebte er von 1986 bis 1988 als Korrespondent des Zürcher Tages-Anzeigers in London und von 1988 bis 1996 im Nahen Osten, von wo er für den Tages-Anzeiger und den Wiener Standard berichtete. Bis Ende 2014 war er acht Jahre lang Chefredaktor der Tageszeitung Der Bund in Bern, seither freier Autor. Nach mehreren Sachbüchern veröffentlichte er 2014 die Erzählung »Der Keller an der Kirchgasse«, 2017 den historischen Roman »Die drei Leben des Pastors Blocher« (mit Bernard Reist). Vogel lebt in Bern. Er ist geschieden und Vater von zwei erwachsenen Töchtern.

Aref Hamza, Du bist nicht allein

Das Belegexemplar dieser kleinen Buchperle hat die Lektorin ebenfalls auf der Frankfurter Buchmesse eingesammelt – und sich dort vom Autor signieren lassen. Sie hat die Gedichte für den Secession Verlag Korrektur gelesen.

Aref Hamza
Du bist nicht allein
Gedichte
deutsch–arabisch
Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl
gebunden
206 Seiten; 25,00 €
ISBN 978-3-906910-40-6

Aref Hamzas Sprache wirkt klar und scheinbar einfach. Doch immer wieder rüttelt er uns mit unerwarteten Wendungen auf, die ein dunkles Schelmentum verraten. Trotz des starken Aktualitätsbezugs – dem Krieg in Syrien, den Erfahrungen von Flucht und Exil – erschafft Hamza Zeile um Zeile poetische Bilder, treffende Überzeichnungen und schockierende Einsichten. Sein Material sind die Bitterkeit und die Unerträglichkeit des Krieges: der Abschied von einer geordneten Welt, die Zerstörung der Körper, die Verwüstung der Seelen und selbst die Verformung der Dinge und ihrer Bedeutungen. Wie ein Kaleidoskop öffnen seine Gedichte einen vielschichtigen Blick auf die Spiegelungen dieser Trümmer im Ich. Alles an diesen blitzartigen Bildern ist Innerlichkeit. Extreme Nahaufnahmen auf kleine Ereignisse oder Dinge, auf Alltägliches – eine Hand, ein Blick in eine Schublade – geben den Texten trotz aller Kürze eine fast gespenstische Langsamkeit. Das trifft vor allem auch auf die später entstandenen Gedichte zu, in denen er sich mit der Situation als Flüchtling im Exil, mit dem Verlust der Sprache, mit der Einsamkeit und der ihm zunächst unbekannten Welt auseinandersetzt. Auch hier tastet er seine Umgebung nach Bildern ab, die ihm zum Pendant seiner eigenen Leere und Verlorenheit im fremden Land werden.

Aref Hamza hat gesagt, er hat etwas Nettes geschrieben …

Aref Hamza gibt mit seinen Gedichten tiefe existenzielle Einblicke in das Schicksal derjenigen, die von Gewalt und Elend aus ihrer in eine neue, unbekannte Welt vertrieben worden sind.

Aref Hamza, 1974 in Al-Hakaseh im kurdischen Teil Syriens geboren, gilt in der arabischsprachigen Welt als eine der bedeutendsten lyrischen Stimmen seiner Generation. Er hat Rechtswissenschaften in Aleppo studiert und als Menschenrechtsanwalt gearbeitet. Von ihm sind sieben Gedichtbände sowie unzählige Essays und Artikel erschienen. Aref Hamza erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 den renommierten Mohammed Al Maghout Preis für Lyrik. Heute lebt er mit seiner Familie in Buchholz in der Nordheide.

Olja Savičević, Sänger in der Nacht

Diesen Roman hat die Lektorin für Voland & Quist Korrektur gelesen – das wunderschöne Belegexemplar hat sie von der Frankfurter Buchmesse mitgebracht:

Olja Savičević
Sänger in der Nacht
Aus dem Kroatischen von Blažena Radas
Roman
gebunden
192 Seiten; 20,00 €
ISBN 978-3-863912-15-4

Pomela sucht Fink. Der ist Streetart-Künstler, war ihre große Liebe und hat als einzige Spur jene Briefe über den nächtlichen Gesang der Liebenden hinterlassen, die er unter seinen Nachbarn verteilte – angeblich geschrieben von Hunden, Dichtern, Gottheiten. Pomela startet also ihr Mazda-Cabrio und fährt los. Ihre Reise führt in die Vergangenheit, sie trifft auf vom Krieg versehrte Landschaften und Seelen. Die Wege sind verworren, die Straßen aufgeplatzt, und Pomela, so kratzbürstig wie zart, kämpft gegen das Vergessen.

Olja Savičević, geboren 1974, ist Lyrikerin, Prosaschriftstellerin und Dramatikerin. Ihre Bucher sind in zehn europäischen Ländern sowie in den USA erschienen und wurden in Kroatien mehrfach preisgekrönt, u. a. mit dem Ranko-Marinković-Preis und dem Kiklop. Ihr Roman „Lebt wohl, Cowboys“ wurde von T-portal und der Tageszeitung Slobodna Dalmacija als bester Roman des Jahres ausgezeichnet und als Theaterstück adaptiert. Für den Roman „Sänger in der Nacht“ erhielt sie den Preis der Buchmesse in Pula. Mehrere ihrer Kurzgeschichten wurden verfilmt. Ihre preisgekrönten Theaterstücke für Kinder wurden auf verschiedenen Bühnen aufgeführt. Sie lebt und arbeitet in Split.