Daniel Mezger, Alles außer ich

Für diesen Roman, der jetzt im Salis Verlag erschienen ist, hat die Lektorin das Lektorat übernommen:

Cover Belegexemplar von Daniel Mezger, Alles außer ich Roman Lektorat
Daniel Mezger, Alles außer ich – Belegexemplar

Daniel Mezger
Alles außer ich
Roman
Gebunden
448 Seiten, 24,00 €
ISBN 978-3-906915-89-6

Eine Mitfahrgelegenheit Kiel – Zürich. Ursina und D. lernen sich kennen. Sie, Dänin mit tschechischen Wurzeln, ist auf der Suche nach ihrem biologischen Vater aus der Schweiz: Hans Meier.

Auch D. ist ein Meier. Auch sein Vater heißt Hans. Das reicht, damit in seinem Kopf ein Film abläuft: eine unentdeckte Affäre des Vaters, eine geheim gehaltene Schwester. Das klingt besser als alles, was er sonst so über sich zu erzählen hat.

Ursina will derweil ihre eigene Geschichte lieber loswerden. Sie will kein Opfer sein. Sie versucht einmal mehr, mit ihrer psychisch labilen Mutter Stine zu brechen. Ihr Interesse an D. scheint angesichts dessen gering zu sein.

Daniel Mezgers Roman stellt Fragen wie: Kann ich mir eine Geschichte überstülpen? Wie viel Vergangenheit steckt in meiner Identität? Kann ich vor ihr fliehen? Und welche meiner Geschichten nenne ich »Ich«?

Daniel Mezger (*1978) absolvierte eine Schauspielausbildung an der Berner Hochschule für Musik und Theater. Ab 2001 war er mehrere Jahre am Jungen Theater Göttingen engagiert. Seit 2004 arbeitet er als freier Autor, Schauspieler und Musiker in Zürich. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und ist Sänger bei »A Bang And A Whimper«. Bekannt wurde Daniel Mezger vor allem als Dramatiker. 2007 erhielt er von »Theater heute« eine Nominierung zum Nachwuchsdramatiker des Jahres, »Findlinge« gewann 2010 den Preis für das Schreiben von Theaterstücken der Schweizerischen Autorengesellschaft. »Balkanmusik« wurde in der Inszenierung des Mainzer Staatstheaters zu den Berliner Autorentheatertagen eingeladen und in Bern und Zürich nachgespielt. Mit einem Auszug aus seinem ersten Roman »Land spielen« wurde er 2010 nach Klagenfurt zum Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen.

Anne Frank, Liebe Kitty

Fast alle kennen das »Tagebuch« von Anne Frank, aber wer weiß schon, dass es sich dabei um eine Hybrid-Fassung aus dem ursprünglichen Tagebuch und einer Überarbeitung zum Roman durch Anne Frank selbst handelt – zusammengestellt von ihrem Vater nach dem Krieg?

»Liebe Kitty«, das im Secession Verlag erschienen ist, präsentiert jetzt in neuer Übersetzung alleine die überarbeitete Version des Textes, und die Lektorin ist sehr stolz und hätte sich niemals träumen lassen, dass sie mal einen Text von Anne Frank Korrektur lesen würde – und dabei sogar für etwas Verwirrung im Amsterdamer Anne Frank Haus sorgen würde.

»Ich habe Lust zu schreiben.«
Anne Frank, Tagebuch, 20. Juni 1942

Anne Frank, Liebe Kitty. Ihr Romanentwurf in Briefen. Cover Belegexemplar Korrektorat

Anne Frank
Liebe Kitty
Ihr Romanentwurf in Briefen
(Het Achterhuis)
Aus dem Niederländischen übersetzt von Waltraud Hüsmert
Gebunden ohne Schutzumschlag
208 Seiten. 18,00 €
ISBN 978-3-906910-62-8
Lieferbar ab 11. Mai 2019

Während des Krieges versteckte sich Anne Frank zusammen mit ihrer Familie und vier anderen Untergetauchten mehr als zwei Jahre lang vor den Nazis. In dieser Zeit führte Anne ein Tagebuch. Im Frühjahr 1944 kam sie auf die Idee, ein Buch über ihre Zeit im Versteck zu schreiben und ihr Tagebuch als Grundlage zu nehmen. Am 29. März jenes Jahres notiert sie im Tagebuch: »Stell Dir mal vor, wie interessant es wäre, wenn ich einen Roman über das Hinterhaus herausbringen würde …« Zwei Monate später begann Anne mit ihrem »Roman«. Im Tagebuch schreibt sie darüber: »Liebe Kitty, endlich nach sehr vielem Nachdenken habe ich dann mit meinem ›Hinterhaus‹ angefangen, in meinem Kopf ist es schon so weit fertig wie nur möglich, in Wirklichkeit aber wird es wohl viel weniger schnell gehen, falls es überhaupt jemals fertig wird.« Da die Versteckten am 4. August 1944 verhaftet wurden, konnte Anne Frank ihr Buch nicht fertigstellen. Das Manuskript blieb unvollendet.
»Liebe Kitty« ist eine einzigartige Edition. Noch nie wurde dieser literarische Text als eigenständige Publikation veröffentlicht und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Das Hinterhaus ist, 90 Jahre nach Anne Franks Geburt, eine Feier und Würdigung ihres Talents als Schriftstellerin. »Liebe Kitty« erscheint am 11. Mai 2019, auf den Tag genau 75 Jahre, nachdem Anne in ihr Tagebuch schrieb: »Nach dem Krieg will ich auf jeden Fall ein Buch mit dem Titel ›Das Hinterhaus‹ herausbringen, ob das gelingt, ist auch die Frage, aber mein Tagebuch kann dafür nützlich sein.«

Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie flüchtete 1933 vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam. Nach dem deutschen Einmarsch in die Niederlande versteckte sich die Familie von 1942 bis 1944 in einem Hinterhaus, wo Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch schrieb. Nach dem Verrat ihres Verstecks wurden Anne Frank und ihre Familie deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.

Andreas Schneider, Kreta

Fernweh? So ging es der Lektorin, als sie im Januar diesen Kreta-Reiseführer für den DuMont Reiseverlag Korrektur gelesen hat.

Andreas Schneider
Kreta
DuMont Reise-Taschenbuch
Softcover
304 Seiten, 18,90 €
ISBN 978-3-616-02047-1

Sagen- und geheimnisumwoben sind die Anfänge der Mittelmeerinsel Kreta bis heute: Vor 5000 Jahren entfalteten hier die Minoer die erste Hochkultur auf europäischem Boden. Die Paläste von Knossós, Festós, Mália und Káto Zákros versetzen Reisende in eine andere Zeit. Doch vor allem Sonne und Wärme, Badefreuden und wilde Naturszenerien locken die Besucher heute. Im Binnenland faszinieren romantische Olivenhaine, raue Gebirgsszenarien und wilde Schluchten, allen voran die berühmte Samariá-Schlucht. Zuverlässig und anregend informiert das kompakte DuMont Reise-Taschenbuch, egal ob es um Wanderungen durch Kretas Gebirge oder um die Besichtigung der Dörfer, Städte und imposanten Kulturdenkmäler geht.

Dazu gehören natürlich ebenfalls Unterkünfte von familiären Hotels bis zu luxuriösen Resorts, Restaurants von urigen Tavernen bis zu Tempeln kretischer Spitzenkochkunst sowie Shopping-Adressen und Anlaufstellen für sportlich Aktive.

14 Citypläne und Detailkarten: sämtliche Adressen sind darin anhand eines farbigen Nummernsystems verortet; plus: Extra-Reisekarte zum Herausnehmen.

26 x Bauhaus

100 Jahre Bauhaus: das Bauhaus im französischen Kontext

Zum Jubliäum des Bauhauses 2019 findet auf Initiative des Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland eine Wanderausstellung rund um das Erbe dieser Kunstbewegung und dessen Verbindungen zu Frankreich und zur Gegenwartskunst statt.

Die Broschüre vor „The Grand Grand Kin-der-Kids of Bauhaus“ von Jakob Hinrichs (2019)

Die Lektorin hat den deutschen Text der Begleitbroschüre für das Institut français lektoriert.

Unter dem Titel „26 x Bauhaus“ präsentiert die Ausstellung eine internationale Auswahl an Künstler*innen, die das Bauhaus anhand von 26 Schlüsselwörtern nicht nur als Stil, sondern als das, was es zunächst war, nämlich als Schule zu begreifen versucht. Basierend auf einem Alphabet – von Abstraktion bis Zeitgeist, über Farbe oder Typografie – wird die Ausstellung dazu beitragen, die Unterrichtsmethoden der Schule zu veranschaulichen und neu zu beleuchten. Die eingeladenen Künstler*innen ergänzen das Thema dabei um eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Marjolaine Lévy und Thibaut de Ruyter.

Die KünstlerInnen: 
Michel Aubry (Paris), Karina Bisch (Paris), Barbara Breitenfellner (Berlin), Cécile Dupaquier (Berlin), Stéphane Dupont (Paris), Jakob Hinrichs (Berlin), Rainier Lericolais (Paris), MϊrkaLugosi (Clamart), Matthieu Martin (Berlin), Mathieu Mercier (Paris), Présence Panchounette (Bordeaux), Evariste Richer (Paris), Bojan Šarčević (Paris/Basel), Yann Sérandour (Rennes), Heidi Specker (Berlin), Katrin Ströbel (Marseille), Emmanuel Van der Meulen (Paris) und Elsa Werth (Paris).

Die erste Etappe der Wanderausstellung findet im Institut français Berlin statt (12. April – 8. Mai). Anschließend wird sie in den Instituts français in Bremen, München, Mainz, Bonn und Frankfurt am Main zu sehen sein.