Ondřej Hübl, Der Vorhang

Eine Zeireise der anderen Art! Spannend und voll skurriler Details.
Die Lektorin hat das Übersetzungslektorat dieses tschechischen Romans für Voland & Quist übernommen.

Foto des Buches »Der Vorhang« von Ondřej Hübl. Auf dem Cover eine Flucht an rot gestrichenen Säulen, die auf eine weiße helle Fläche zuläuft; die Säulen stützen eine rohe Betondecke; rechts und links der Flucht sind weitere Säulen zu sehen – vielleicht ein Parkdeck oder eine Unterführung. Das Buch steht auf und vor einer hellen Stofffläche, rechts ragt ein heller Vorhang ins Bild, der die rechte obere Ecke des Buches verdeckt. Übersetzungslektorat

Ondřej Hübl
Der Vorhang
Aus dem Tschechischen von Daniela Pusch
Roman
Voland & Quist
400 Seiten, Hardcover, 26 €
ISBN 978-3-86391-442-4

Als die Tochter des erfolgreichen Unternehmers und Mäzens der Prager Philharmonie Josef Kaarl als vermeintliche Linksextremistin festgenommen wird, sieht dieser nur eine Chance: Sie soll erfahren, was es heißt, im Arbeiterparadies zu leben. Da kommt ihm das Angebot einer ehemaligen Filmproduktionsfirma und jetzigen Reiseagentur gerade recht: »Ausflug in den Kommunismus! Erleben Sie die Fünfzigerjahre am eigenen Leib!«

Was als harmlos inszeniertes Experiment beginnt, wird für seine Familie schnell zum Verhängnis. Die akribische Rekonstruktion der Fünfzigerjahre in der Tschechoslowakei kippt in ein beklemmendes Szenario aus Macht, Manipulation und Angst.

Ondřej Hübl, 1976 geboren, ist ein tschechischer Drehbuchautor, Texter und Schriftsteller. Gemeinsam mit Regisseur Miroslav Krobot schrieb er die TV-Serie »Zkáza Dejvického divadla« (dt. »Der Untergang des Dejvice-Theaters«), die für den Tschechischen Löwen als beste Dramaserie nominiert wurde. 2018 veröffentlichte er den Erzählband »Hod mrtvou labutí« (dt. »Wurf eines toten Schwans«). Sein Roman »Opona« (2022) zeigt sein Gespür für schwarzen Humor, Spannung und präzise Beobachtungen der Gegenwart.