Frank Rudkoffsky, Fake

Ein harter Roman, ein wahrer … Es war der Lektorin eine besondere Freude, diesen Roman im Auftrag von Voland & Quist Korrektur zu lesen.

Er ist nominiert für die Hotlist 2019!

Frank Rudkoffsky, Fake; Foto Belegexemplar, Korrektorat; Smartphone, SchnullerFrank Rudkoffsky
Fake
Roman
gebunden
240 Seiten, 20 €
ISBN: 978-3-863912-43-7

Sophia und Jan sind jung und einigermaßen glücklich: Sie klettert steil die Karriereleiter bei Daimler hoch, er versucht sich als Journalist bei der Lokalzeitung. Dann bekommen sie ein Baby. Sie bleibt zu Hause und hütet das Kind, er kämpft um eine Festanstellung in der Redaktion. Während Jan sich zunehmend exzessiv beim Joggen abreagiert und das Baby einfach nicht aufhört zu schreien, gerät Sophia in einen immer größeren Taumel aus Frustration und Hilflosigkeit. Bis sie schließlich ein Ventil für ihren Frust findet: das Internet! Hier entlädt die ach so korrekte Vorzeigefrau alle Wut und beleidigt im stillen Kämmerchen schamlos drauflos. Was sie nicht ahnt: Auch Jan hütet ein großes Geheimnis und fürchtet um seine Karriere. Sein größter journalistischer Erfolg basiert auf einer Lüge, die nun im Netz aufgedeckt zu werden droht. Beide verlieren unter dem Druck, sich zugleich in Job und Familie beweisen zu müssen, ihren moralischen Kompass. Ihre Lügen haben jedoch mehr miteinander zu tun, als sie denken …

Frank Rudkoffsky, 1980 in Nordenham geboren, lebt in Stuttgart und ist Autor, Journalist, Blogger und seit 2011 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift ]trash[pool. Sein Debütroman »Dezemberfieber« erschien 2015 im Verlag duotincta, im selben Jahr war er auch Teil des Herausgeberteams der E-Book-Anthologie »Blogger schreiben für Flüchtlinge« bei Mikrotext. Auf seinem Blog www.rudkoffsky.com schreibt er über Gegenwartsliteratur.

Marco Warmuth / Tina Pruschmann, gottgewollt

Für diesen wunderschönen Bildband über die Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth in Halle hat die Lektorin die von Tina Pruschmann erstellten Texte und die mit den Schwestern geführten Interviews lektoriert. Sie jetzt zusammen mit den eindrucksvollen Fotografien von Marco Warmuth zu sehen, ist einfach nur toll!

Cover Marco Warmuth, Tina Pruschmann, Gottgewollt. Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth; Lektorat , BelegexemplarMarco Warmuth / Tina Pruschmann
gottgewollt
Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth
Bild-Text-Band
gebunden, 200 × 260 mm
320 Seiten, 60 €
Mitteldeutscher Verlag
ISBN 978-3-96311-219-5

Gottgeweihtes Leben – dokumentarische Fotos und biografische Interviews

1842 gründen vier Frauen in der schlesischen Stadt Neisse einen Schwesternverein. Sie pflegen unentgeltlich bedürftige Kranke in ihren Wohnungen. Nach langem Ringen um die päpstliche und staatliche Anerkennung, wächst der Orden schnell. Im Laufe seiner Geschichte sind die Ordensfrauen in 17 Ländern aktiv; allein in Halle (Saale) sind es zeitweise mehr als 100 Schwestern. Doch nach 1945 schwindet die Gemeinschaft im westlichen Europa; die ehemals fünf deutschen Provinzen des Ordens werden zu einer für Gesamtdeutschland zusammengelegt. Im hallischen Ordenshaus leben noch knapp 30 Schwestern. Es ist die letzte Generation. Mit ihnen wird die Gemeinschaft des Ordens hierzulande zu Ende gehen.

Einzelbild aus Marco Warmuth, Tina Pruschmann, Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elsabeth; Lektorat, Belegexemplar

Das Lieblingsfoto der Lektorin (Fotografie: Marco Warmuth)

Der Band »gottgewollt« porträtiert das Leben und den Alltag der Ordensfrauen heute. Tina Pruschmann und Marco Warmuth spüren einer Lebensweise nach, die aus der Zeit gefallen scheint angesichts einer Gesellschaft, in der individuelle Freiheit und Wohlstand zur zentralen Lebensorientierung geworden sind.

Marco Warmuth, geb. 1980, Fotograf, lebt und arbeitet in Halle, lehrt an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein. Studierte Kommunikationsdesign in Dessau und Halle, Master in der Fotoklasse.

Tina Pruschmann, geb. 1975, Autorin, Soziologin, arbeitete in einer psychia­trischen Klinik, an einer Förderschule, an einer Berufsschule. 2017 erschien ihr Debütroman »Lostage«. Sie lebt in Leipzig.

Daniel Mezger, Alles außer ich

Für diesen Roman, der jetzt im Salis Verlag erschienen ist, hat die Lektorin das Lektorat übernommen:

Cover Belegexemplar von Daniel Mezger, Alles außer ich Roman Lektorat
Daniel Mezger, Alles außer ich – Belegexemplar

Daniel Mezger
Alles außer ich
Roman
Gebunden
448 Seiten, 24,00 €
ISBN 978-3-906915-89-6

Eine Mitfahrgelegenheit Kiel – Zürich. Ursina und D. lernen sich kennen. Sie, Dänin mit tschechischen Wurzeln, ist auf der Suche nach ihrem biologischen Vater aus der Schweiz: Hans Meier.

Auch D. ist ein Meier. Auch sein Vater heißt Hans. Das reicht, damit in seinem Kopf ein Film abläuft: eine unentdeckte Affäre des Vaters, eine geheim gehaltene Schwester. Das klingt besser als alles, was er sonst so über sich zu erzählen hat.

Ursina will derweil ihre eigene Geschichte lieber loswerden. Sie will kein Opfer sein. Sie versucht einmal mehr, mit ihrer psychisch labilen Mutter Stine zu brechen. Ihr Interesse an D. scheint angesichts dessen gering zu sein.

Daniel Mezgers Roman stellt Fragen wie: Kann ich mir eine Geschichte überstülpen? Wie viel Vergangenheit steckt in meiner Identität? Kann ich vor ihr fliehen? Und welche meiner Geschichten nenne ich »Ich«?

Daniel Mezger (*1978) absolvierte eine Schauspielausbildung an der Berner Hochschule für Musik und Theater. Ab 2001 war er mehrere Jahre am Jungen Theater Göttingen engagiert. Seit 2004 arbeitet er als freier Autor, Schauspieler und Musiker in Zürich. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und ist Sänger bei »A Bang And A Whimper«. Bekannt wurde Daniel Mezger vor allem als Dramatiker. 2007 erhielt er von »Theater heute« eine Nominierung zum Nachwuchsdramatiker des Jahres, »Findlinge« gewann 2010 den Preis für das Schreiben von Theaterstücken der Schweizerischen Autorengesellschaft. »Balkanmusik« wurde in der Inszenierung des Mainzer Staatstheaters zu den Berliner Autorentheatertagen eingeladen und in Bern und Zürich nachgespielt. Mit einem Auszug aus seinem ersten Roman »Land spielen« wurde er 2010 nach Klagenfurt zum Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen.

Anne Frank, Liebe Kitty

Fast alle kennen das »Tagebuch« von Anne Frank, aber wer weiß schon, dass es sich dabei um eine Hybrid-Fassung aus dem ursprünglichen Tagebuch und einer Überarbeitung zum Roman durch Anne Frank selbst handelt – zusammengestellt von ihrem Vater nach dem Krieg?

»Liebe Kitty«, das im Secession Verlag erschienen ist, präsentiert jetzt in neuer Übersetzung alleine die überarbeitete Version des Textes, und die Lektorin ist sehr stolz und hätte sich niemals träumen lassen, dass sie mal einen Text von Anne Frank Korrektur lesen würde – und dabei sogar für etwas Verwirrung im Amsterdamer Anne Frank Haus sorgen würde.

»Ich habe Lust zu schreiben.«
Anne Frank, Tagebuch, 20. Juni 1942

Anne Frank, Liebe Kitty. Ihr Romanentwurf in Briefen. Cover Belegexemplar Korrektorat

Anne Frank
Liebe Kitty
Ihr Romanentwurf in Briefen
(Het Achterhuis)
Aus dem Niederländischen übersetzt von Waltraud Hüsmert
Gebunden ohne Schutzumschlag
208 Seiten. 18,00 €
ISBN 978-3-906910-62-8
Lieferbar ab 11. Mai 2019

Während des Krieges versteckte sich Anne Frank zusammen mit ihrer Familie und vier anderen Untergetauchten mehr als zwei Jahre lang vor den Nazis. In dieser Zeit führte Anne ein Tagebuch. Im Frühjahr 1944 kam sie auf die Idee, ein Buch über ihre Zeit im Versteck zu schreiben und ihr Tagebuch als Grundlage zu nehmen. Am 29. März jenes Jahres notiert sie im Tagebuch: »Stell Dir mal vor, wie interessant es wäre, wenn ich einen Roman über das Hinterhaus herausbringen würde …« Zwei Monate später begann Anne mit ihrem »Roman«. Im Tagebuch schreibt sie darüber: »Liebe Kitty, endlich nach sehr vielem Nachdenken habe ich dann mit meinem ›Hinterhaus‹ angefangen, in meinem Kopf ist es schon so weit fertig wie nur möglich, in Wirklichkeit aber wird es wohl viel weniger schnell gehen, falls es überhaupt jemals fertig wird.« Da die Versteckten am 4. August 1944 verhaftet wurden, konnte Anne Frank ihr Buch nicht fertigstellen. Das Manuskript blieb unvollendet.
»Liebe Kitty« ist eine einzigartige Edition. Noch nie wurde dieser literarische Text als eigenständige Publikation veröffentlicht und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Das Hinterhaus ist, 90 Jahre nach Anne Franks Geburt, eine Feier und Würdigung ihres Talents als Schriftstellerin. »Liebe Kitty« erscheint am 11. Mai 2019, auf den Tag genau 75 Jahre, nachdem Anne in ihr Tagebuch schrieb: »Nach dem Krieg will ich auf jeden Fall ein Buch mit dem Titel ›Das Hinterhaus‹ herausbringen, ob das gelingt, ist auch die Frage, aber mein Tagebuch kann dafür nützlich sein.«

Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie flüchtete 1933 vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam. Nach dem deutschen Einmarsch in die Niederlande versteckte sich die Familie von 1942 bis 1944 in einem Hinterhaus, wo Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch schrieb. Nach dem Verrat ihres Verstecks wurden Anne Frank und ihre Familie deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.